18.03.2025 - 5 Videokonferenz mit Fr. Olena Buturlym, Bürgerme...

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Wortprotokoll

 

Der Bürgermeister begrüßt die Bürgermeisterin von Itschnja. Das Kennenlernen fand im Juli 2024 statt, als eine Delegation zu Besuch in Schwerin war. Im Anschluss an dieses Treffen sandte Frau Buturlym eine Präsentation über Itschnja an Herrn Prahler.

Der Bürgermeister berichtet über die Hilfslieferung, die im letzten Jahr in die Region gebracht wurde. Es sollen Videokonferenzen zwischen Schülern der Regionalschule in Grevesmühlen und in Itschnja organisiert werden.

 

 

Aktuell soll ein Schutzraum für den Kindergarten organisiert werden. Hierzu hat der Bürgermeister der Stadt Grevesmühlen Kontakt mit der Firma Drehtainer aufgenommen, die in Grevesmühlen Container für die Bundeswehr reparieren.

 

Ende Mai ist eine Fahrt nach Itschnja geplant, wenn die Lage es zulässt. Teilnehmen werden voraussichtlich Herr Prochnow für die LIDA-Hilfe, der Stadtpräsident und der Bürgermeister. Im Juni wird es einen Kongress in Münster geben, wo es um Städtepartnerschaften mit der Ukraine geht.

Herr Prahler hat Frau Buturlym zum Stadtfest in Grevesmühlen eingeladen.

 

In den Aufbau der Städtepartnerschaft ist auch das DRK und die Lida-Hilfe eingebunden. Die Partnerschaft soll auf breite Schultern verteilt werden.

 

Frau Buturlym berichtet, dass noch viele Aufgaben bevorstehen, die auch mit der Unterstützung der Stadt Grevesmühlen umgesetzt werden können. Momentan ist gerade Luftalarm. Die Schutzmaßnahmen funktionieren sehr gut und die Teilnehmer der Videokonferenz fühlen sich sicher. Es wird alles dafür getan, dass sich auch die Delegation im Mai sicher fühlen kann.

 

Die Bürgermeisterin von Itschnja berichtet über das Kriegsgeschehen. Im Februar 2022 war Itschnja für 35 Tage besetzt. Ende März war der Gegner vertrieben. Es wurden 24 Zivilisten getötet und 50 Soldaten gelten noch immer als vermisst. 32 Familien haben ihre Häuser verloren. Die Ukraine ist ein starkes Volk. Es wird alles für den Wiederaufbau getan und das Land soll sich auch weiterentwickeln. Die Stadtführung von Itschnja war vom ersten Tag an vor Ort, um die Ordnung und Struktur wiederherzustellen. Frau Buturlym war am 5.April das erste Mal seit Kriegsbeginn wieder zu Hause. Das Essen war knapp und es gab kein Brot. Die Transportwege, speziell Krankentransporte waren erschwert. Hier gab es viel Unterstützung aus dem privaten Bereich.

 

Herr Schiffner spricht seinen Dank für die Möglichkeit dieser Videokonferenz aus und freut sich auf das Treffen in Grevesmühlen. Er möchte wissen, wie sich das Leben in Hinblick auf Schule und Kindergarten verändert hat.

 

Frau Buturlym berichtet, dass die Sicherheit der Kinder während des Unterrichts und in der Kita ein großes Problem ist. Der Staat versucht, dass sich die Kinder sicher fühlen. Sie dankt für die Unterstützung aus dem Ausland. Sie ist seit 2020 Bürgermeisterin und hat nie damit gerechnet, dass sie eine Stadt wiederaufbauen muss und hofft, dass alles bald endet. Sie ist dankbar dafür, dass Menschen auch fragen, wie die Lage ist. Dadurch ist die Unterstützung zu spüren und es wird die Kraft geschöpft, weiterzumachen. Die großen Kinder wissen, wie sie sich bei Alarm verhalten müssen. Es gibt jedoch nicht überall Schutzmöglichkeiten.

 

Frau Buturlym freut sich auf den Besuch der Delegation aus Grevesmühlen und verabschiedet sich.

 

Ein großer Dank geht an Andrej Bondartschuk für die Übersetzung.

 

 

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